Öffentliche Veranstaltung

Drum prüfe wer sich ewig bindet: Wie die Evolution unsere Partnerwahl beeinflusst

11. November 2019

Dr. Bernhard Fink (Universität Göttingen)

 

Die stärkste Zuneigung, die ein Mensch für einen anderen Menschen empfinden kann ist vermutlich so alt wie die Menschheit selbst. Sie versetzt uns in Euphorie und veranlasst uns zu sexueller Hingabe, ist aber auch Ursache von zwischenmenschlichen Konflikten. Von der Liebe handeln unzählige Mythen und Kunstthemen, und es vergeht kein Tag an dem sie die Menschen unberührt lässt. Aber kann man diese Leidenschaft des Menschen für die Liebe auch wissenschaftlich erklären? Verhaltensbiologen meinen: ja! Was Menschen aneinander anziehend finden folgt biologischen Gesetzmäßigkeiten. Jedoch ist die Suche nach dem ‚optimalen’ Partner gekennzeichnet vom ‚Kampf zwischen den Geschlechtern und dem Krieg der Signale‘. Welche Bedeutung Gesichter, Körper und Körperbewegungen dabei haben, und welche Informationen über die Partnerqualitäten des Gegenübers wir aus diesen Merkmalen ableiten, wird in diesem Vortrag diskutiert. Anhand von aktuellen Studien wird verdeutlicht, wie viel Biologie auch heute noch im sozialen Umgang mit unseren Mitmenschen und vor allem bei der Suche nach einem Partner steckt. Ob dies die Liebe erklären kann, wird die Wissenschaft noch lange beschäftigen. Eines scheint jedoch klar zu sein: die biologischen Mechanismen der Partnerwahl und die neurochemischen Veränderungen beim Verliebt sein fördern den Zusammenhalt der Paarbeziehung und sind somit ein Schlüssel für die erfolgreiche Aufzucht von Nachkommen und den Weiterbestand unserer Art.

Zeitraum
11. November 2019 - 11. November 2019 | 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Sprache
Deutsch
Veranstaltungsort
Hanse-Wissenschaftskolleg
Lehmkuhlenbusch 4
27753 Delmenhorst
Raum: Hörsaal
Barrierefreiheit
nicht barrierefrei
Organisatoren
Bijan Kafi, Hanse-Wissenschaftskolleg
Art der Veranstaltung
Öffentlicher Vortrag