Öffentliche Veranstaltung

Nationalsozialistische Kultstätten in Niedersachsen und wie wir mit ihnen umgehen (sollten)

02. Juni 2025

Prof. Dr. Dietmar von Reeken, Universität Oldenburg

Die Deutschen taten sich nach 1945 mit der Erinnerung an den Nationalsozialismus lange Zeit schwer. An den Orten der Verbrechen wurden erst nach langen Bemühungen und zum Teil auch gegen Widerstände Gedenkstätten geschaffen, die an die Opfer und ihre Verfolgung erinnern. Aber wie sieht es mit den Orten aus, an denen anders als in Lagern und Gefängnissen keine Menschen verfolgt wurden, die aber insbesondere durch Inszenierungen und Propaganda zum Funktionieren des NS-Systems beigetragen haben? Sollte auch hier Erinnerung stattfinden und falls ja: wie? In dem Vortrag wird es nach einer allgemeinen Einführung in Herausforderungen und Entwicklung der deutschen Erinnerungskultur darum gehen, diese Fragen an niedersächsischen Beispielen, z. B. dem Bückeberg und der Kultstätte „Stedingsehre“ in Bookholzberg, zu erörtern.

Zeitraum
02. Juni 2025 | 19:30 Uhr
Sprache
Deutsch
Veranstaltungsort
Hanse-Wissenschaftskolleg
Lehmkuhlenbusch 4
27753 Delmenhorst
Hörsaal u. ONLINE auf https://hanse-ias.de/digital
Barrierefreiheit
barrierefrei
Organisatoren
Bijan Kafi, Hanse-Wissenschaftskolleg
Art der Veranstaltung
Öffentlicher Vortrag
Weitere Instruktionen
Aufzeichnung in der Mediathek verfügbar

Weitere Informationen

Der Redner

Dietmar von Reeken ist seit 2004 Professor für Didaktik der Geschichte mit den Schwerpunkten Geschichtsunterricht und Geschichtskultur an der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg. Nach dem Studium der Geschichte, Evangelischen Religionslehre, Pädagogik und Soziologie für das Lehramt an Gymnasien hat er 1989 in Oldenburg im Fach Geschichte promoviert und 1990 sein zweites Staatsexamen absolviert. Einer sechsjährigen Tätigkeit als Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bielefeld folgte 1998 die Habilitation an der Universität Oldenburg mit der venia Legendi „Neuere Geschichte und Didaktik der Geschichte“. 2001 wurde er auf eine Professur für Didaktik des Sachunterrichts am Zentrum für Lehrerbildung der Universität Bielefeld berufen, bevor er 2004 nach Oldenburg und in die Geschichtsdidaktik wechselte. Seine Forschungsschwerpunkte sind lokale und regionale Geschichtskulturen, Theorie und Pragmatik historischen Lernens sowie die Geschichte Nordwestdeutschlands im 19. und 20. Jahrhundert.