17. – 19. September 2009
im Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK), Lehmkuhlenbusch 4
27753 Delmenhorst
Der Begriff "Nano-Optik" steht für ein sich sehr rasch entwickelndes aktuelles Forschungsgebiet, in welchem das Verhalten von Licht in Nanostrukturen erforscht wird.
Nano-optische Techniken und Verfahren finden zunehmend Anwendungen in neuen Mikroskopietechniken, in der Material- und Energieforschung, der Optoelektronik und der optischen Datenverarbeitung. Besonders japanische und deutsche Forschungsgruppen sind dabei auf diesem Gebiet weltweit führend. Aufgrund ihrer besonderen Bedeutung wird die deutsch-japanische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Nano-Optik daher seit kurzem von der Japan Science and Technology Agency und der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen des strategischen bilateralen Kooperationsprogramms "Nanoelectronics" gefördert.
Eines der im letzten Jahr im Rahmen dieses Programms ausgezeichneten Projekte ist das von Professor Motoichi Ohtsu von der University of Tokyo und Professor Christoph Lienau von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg gemeinsam eingereichte Projekt "Optical excitation transfer via optical near-field interactions: devices and characterizations".
Professor Ohtsu ist einer der Pioniere der Nano-Optik. Er leitet eine der weltweit führenden Arbeitsgruppen auf diesem Gebiet und ist Direktor des Nanophotonics Research Centers in Tokio. Seine Forschungsarbeiten wurden international vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Julius Springer Preis 2009.
Im Rahmen des Deutsch-Japanischen Nano-Optik Workshops am Hanse-Wissenschaftskolleg, das diesen internationalen Workshop ebenfalls unterstützt, geben Wissenschaftler der Arbeitsgruppen von Prof. Ohtsu und Prof. Lienau einen Überblick über aktuelle Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Nano-Optik.
Das Programm wird ergänzt durch Vorträge mehrerer international führender Experten auf diesem Gebiet. Es werden ca. 35 Wissenschaftler aus Deutschland und Japan erwartet. Interessierte Gäste sind herzlich eingeladen.